Die Ordensträger der Narragonia

Einmal im Jahr verleiht die Narragonia traditionsgemäß den „Radi-Orden von 1898“ und den „Orden vom Goldenen Durchblick“.

Es können Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sein, die sich in besonderer Weise mit Regensburg verbunden fühlen oder auch Narragonen, die sich in ganz besonderer Weise um das Wohl der Faschingsgesellschaft verdient gemacht haben.

Der Radi-Orden von 1898

Im Jahre 1987 beschloss das Präsidium der Narragonia den traditionellen Radi-Orden von 1898, den ältesten bekannten Orden der Gesellschaft, wieder zu verleihen.

Erster Träger sollte der überaus verdiente Alt-Narragone Josef „Paps“ Graf (1897 – 1992) werden, der bereits 1935 der Gesellschaft beigetreten war und ihr in zahlreichen Ämtern gedient hatte (Geschäftsführer der Narragonia, Oberhofordensmeister, Außenminister auf Lebenszeit und langjähriger Archivar). Er trägt den Titel Ehrensenator und war Träger des Narragonenrings.

Zu seinem 90. Geburtstag hatten sie sich eine ganz besondere Ehrung erdacht, ihm zu Ehren den alten Radi-Orden von 1898 wieder ins Leben zu rufen.

Der Orden vom Goldenen Durchblick

In den 160 Jahren des Bestehens der Karnevalsgesellschaft Narragonia Regensburg 1848 e.V. hatte es das noch nicht gegeben: einen hohen Faschingsorden, der nur an Frauen verliehen wird.

Zwar gab es zuvor schon zwei Radi-Ordensträgerinnen, eine Ehrensenatorin und sogar eine Präsidentin, aber einen Orden nur für Frauen – das ist ein Novum bei er Narragonia. Im Jubiläumsjahr 2008, in dem der Aachener Orden „Wider den tierischen Ernst“ nach Regensburg kam und I.D. Fürstin Mariae Gloria von Thurn und Taxis verliehen wurde, gratulierte Bayerns älteste Faschingsgesellschaft natürlich der Fürstin und machte ihr am 30. Januar 2008, wenige Tage nach der grandiosen Ordensverleihung in Aachen, im großen Ballsaal von Schloß St. Emmeram ihre Aufwartung.

Das Jahresmotto, „Der Närrische Reichstag“, das an den Immerwährende Reichstag erinnerte, stellte auch eine Verbindung zu den Fürsten von Thurn und Taxis dar, die als Prinzipalkommissare seit dem Jahre 1748 als kaiserliche Vertreter in Regensburg residierten. Zu Ehren der Fürstin wurde ein neuer Orden gestiftet, der mit vollständigen Namen „Orden vom Goldenen Durchblick – Fürstin Gloria Power-Frauen-Verdienstorden“ heißt und einmal jährlich an eine Frau verliehen wird, die, so die Ordensstatuten, „sich durch besondere Leistungen einen Namen gemacht und damit den Durchblick bewiesen hat“.

Die Träger Des Radi-Orden Von 1898

Die Träger Des Orden vom Goldenen Durchblick