Das 20. Jahrhundert – Närrische Zeiten nicht nur im Fasching & Faschingspause durch den I. Weltkrieg

Närrische Zeiten nicht nur im Fasching

Prinz Carneval war im Jahre 1900 der Post-Adjunkt Karl Spoerl, der sich Prinz Karl I. nannte. Eine Prinzessin gab es damals noch nicht. Der Todesfall eines neunjährigen Hafner-Sohnes beim Faschingszug am 25.  Januar 1900 ließ den Fasching zu Beginn des Jahrhunderts unter einem schlechten Stern stehen. Nach der Saison 1900/1901 stellte die Narragonia dann ihren aktiven Betrieb für mehrere Jahre ein. Im Jahre 1911 gab es ein kurzes Intermezzo, angeregt durch den Versicherungskaufmann Karl Grippe, der sich nach einem gelungenen Geschäftsabschluss selbst zum Prinzen ausrief und seine Ehefrau Anna zur Prinzessin machte. Sie ist damit nicht nur die erste Regensburger Faschingsprinzessin, sondern auch die Erste in ganz Ostbayern.

Faschingspause durch den I. Weltkrieg

Wieder war es ein Geschäftsmann, der den organisierten Fasching in Regensburg aufleben ließ. Im Jahre 1922 bestieg der Uhrmachermeister Dr. Matthias Niedermayer als Prinz Teddy I. den Narrenthron. Dann war wieder einmal Pause. Zum dritten Mal sollte es ein Geschäftsmann sein, der dem Regensburger Fasching wieder Leben einhauchte. Der Kürschnermeister Willi Zöllner schwang im Jahre 1934 mit Prinzessin Gerda das Narrenzepter, die er im Mai desselben Jahres dann auch ehelichte. Aus dem Faschingsschlachtruf „O Narr, o Narr!“ wurde unter den nationalsozialistischen Machthabern das „Narr heil!“. Prinzen waren in den 30er Jahren u.a. der Operetten-Buffo Fritz Walenta aus Wien (1935) und der Studienrat Dr. Franz Joseph Bruckmeir (1938). Mit dem Beginn des II. Weltkrieges endete das närrische Treiben.

Narragonia in den 60er Jahren

Neuanfang nach dem II. Weltkrieg & Wundersame Prinzenvermehrung