Neuanfang nach dem II. Weltkrieg & Wundersame Prinzenvermehrung

Neuanfang nach dem II. Weltkrieg

Doch bereits im Fasching 1948 regte sich in Regensburg wieder einiges. Fritz Walenta vom Stadttheater, zog als maskierter Prinz durch die Ballsäle und verlieh Orden aus der Vorkriegszeit. Im darauf folgenden Jahr, ernannte sich der Textilkaufmann Willi Schildt, selbst zum Prinzen und am 27.06.1950 wurde die altehrwürdige Karnevalsgesellschaft Narragonia,  im Café im Neuhaus, den Regensburger Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt.

Narragonia 1952

Faschingsumzüge, buntes Treiben in der Innenstadt, der traditionelle Hof-und Diplomatenball im Neuhaussaal, das Geldbeutelwaschen am Aschermittwoch, die alte Gurkengarde wurde wieder ins Leben gerufen, eine Prinzengarde formiert und zahlreiche Orden entworfen und verliehen. Ein Faschingskalender informiert seit 1951 ununterbrochen über das alljährliche Geschehen der ältesten, bayerischen Faschings-gesellschaft. 1987 wurde der alte Radi-Orden von 1898 wieder ins Leben gerufen und erstmals an den verdienten Alt-Narragonen, Josef „Paps“ Graf (1897-1992),  anlässlich seines 90. Geburtstag verliehen.

Narragonia 1959

Wundersame Prinzenvermehrung

Seit 1994 gibt es jedes Jahr auch noch ein Kinderprinzenpaar und 1999, im Internationalen Jahr der Senioren, stellte die Narragonia erstmals ein Seniorenprinzenpaar auf, das sich nicht nur bei der älteren Regensburger Bevölkerung größter Beliebtheit erfreute. Emanzipation auf ganzer Linie: In den 90er Jahren wurde aus der Herrengesellschaft ein Volksverein und am 14.01.1995 wurde die erste Ehrensenatorin in die Narragonia aufgenommen; es war die damalige Oberbürgermeisterin Christa Meier. Es sollte im 21. Jahrhundert aber noch besser kommen.

Narragonia heute